… “Glück gehabt”. Wie am Anfang berichtet, hatte ich das Krad seinerzeit auf eigener Achse nach Hause gefahren. Hätte ich gewußt, dass eben diese Achse alles andere als fest und die Kette zudem ungespannt gewesen ist…. :-(
Aber der Reihe nach: Es ist immer noch Mitte Dezember und mich interessiert, wie ich das Hinterrad löse und abnehme, um an das Haupteil des hinteren Fenders (316) zu kommen.
Überrascht war ich, wie locker die Radmutter (388) auf der Achse sitzt.
Fast mit der Hand hätte ich sie abdrehen können. Der rechte Kettenspanner war etwas angerostet aber ließ sich lösen. die beiden Muttern am Linken aufgedreht und ganzvorsichtig die Achse mit dem Gummihammer raus geklopft.
Dann sich gewundert, warum der linke Kettenspanner aus zwei Teilen besteht.
Wie auf dem Bild zu erkennen ist, war das Ding schon vor Jahren durchgerostet. Da hat mein ehrenwerter Vorbesitzer mir wohl was verschwiegen??? Man kann ja zur Ganovenehre stehen wie man will, aber unter Schraubern, die ihr Hobby teilen, ist es nicht wirklich schön, den anderen ins Messer laufen zu lassen. Und bei einem lockeren Rad auf der Autobahn hört der Spaß einfach auf …. Grummel…
OK. Ärger vergessen und alles auf ein Tuch ausgebreitet, um es zu fotografieren. Die Achse ist erstaunlich gut erhalten, kaum Riefen oder Verzug vorhanden. Dann das Rad abgenommen, indem man die Knebelmutter (521) am Bremsgestänge (514) löst. Bei meiner Derby musste ich noch einen nachträglich montierten Kontakt für ein Bremslicht abfrickeln und hatte danach den Spaß, das Rad zugleich aus dem Bremsgesänge zu ziehen, die Kette abzunehmen , das Rad zu verschränken, so dass die Haltebüchse (580) am Zahnkranz durch die linke Öffnung an der Hintergabel schlüpft.

Und weil alles so herrlich kompliziert war, das Ganze gleich noch mal: Alles wieder zusammengebaut und das Rad erneut abgenommen. Vielleicht gelingt es mir ja so, nicht zu vergesen, wie es ging.
Ach ja. Kleiner Tipp: Für alle die sich schon immer gewundert haben, was die kleine Blechnase an der rechten inneren Strebe des Gepäckträgers (295) zu suchen haben: Da kann man das Bremsgestänge ablegen, während man das Rad ausbaut.
Ok Ok… Hab ich auch erst später gemerkt. Wer lesen kann ist wieder mal klar im Vorteil: Auf Seite 28 der Bedienungsanweisung steht, dass das Bremsgestänge genau da und nirrgends anders hin kommt. Da steht auch, dass zur Entnahme des Rades der Zahnkranz durch Lösen der drei Vierkantschrauben (579) abmontiert werden muss. Dann braucht man auch keine Verrenkungen durchzuführen sondern kann das Rad bequem nach hinten raus ziehen. NA SCHÖN! DANKE AUCH. GRUMMEL!





Hallo!
Erstmal ein fettes Danke für das gelungene und absolut hilfreiche Journal.
Hab mir im Sommer eine schon zerlegte DB 201 gekauft(ein Fehler den ich nicht nochmal machen werde) und muss nun beim Zusammenbau feststellen dass manche Teile einfach nicht zu dem Motorrad gehören, sowie z.b. die Hinterachse.Die ist bei mir nämlich mindestens 10 cm zu lang, und ich wollte deshalb fragen ob du dir die Länge deiner Steckachse irgendwo aufgeschrieben hast oder ob es möglich wäre diese zu messen?
MfG
Felix
Hallo Felix,
Erst einmal sorry, dass ich Dir jetzt erst schreiben kann. Ich weiß, das gehört sich nicht auf ne nette Mail nicht zu antworten. Bei mir ist in den letzten Monaten einiges durcheinander gekommen, so dass ich kaum noch zum Schrauben kommen.
Vielleicht brauchst Du die Antwort ja gar nicht mehr, ich hab die Achse trotzdem mal nachgemessen. Man weiß ja nie.
Die Hinterachse mit der Teilenummer 131 z 49 (Bild 584 in der Ersatzteilliste) ist ein Bolzen mit einer Länge von insgesamt 228,8mm. Der Schraubenkopf hat die Schlüsselweite 19. Der Schaft ist 220,5 mm lang. Das Gewinde (M12x 1,5) ist 20mm lang. Ganz am Anfang der Steckachse ist ein Kegel von 4mm aufgedreht. Den brauchst Du, wenn Du die Achse in das Achsrohr schiebst, damit es sich nicht verkantet.
Ich hoffe, die Maße helfen Dir irgendwo weiter. Ich weiß, wie blöd das ist, wenn man keine Vergleichsteile hat, an denen man messen kann.
Viele Grüße, einen schönen Abend und gutes Schrauben!
Tissi